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Art of Christoph von Thüngen © 1970-2010 CHvTH
Farbkompositionen und Strukturbilder stellen einen großen Teil meiner Bilder.

Ich habe Anfang der 80ziger Jahre mit meinen Streifenkompositionen begonnen. Im Laufe dieser thematischen Bearbeitung wurden mir einige interessante Parallelen zu meiner Umwelt bewusst.

So hat sich diese Struktur in späteren Jahren als grundlegendes Prinzip in allen möglichen Bereichen z.B. in der medialen Gestaltung, sowie auch als wissenschaftliche Struktur wieder gefunden. Denken wir nur an die DNA Ketten oder die Bit-Ströme. Ich möchte hier auch nochmal betonen, dass es sich bei meinen Streifen nicht um gleichmäßig durchgezogene Farbstreifen handelt sondern um Strichketten. Hier liegt der immense Unterschied. Dadurch entsteht eine ganz bestimmte gestalterische Möglichkeit, die auch Eigenheiten besitzt, die ein gewöhnlicher Farbstreifen nicht erzeugen kann.

Als universale Form ist diese Struktur sehr variabel und genial, sicherlich für unterschiedlichste Materialien geeignet. Interessant finde ich auch die Möglichkeit des Dimensionierens, da sich viele Einheiten zu einem Strang vereinen und dieser, als Anzahl von Streifen gleichermaßen wieder einen neuen Strang bildet. Einmal darauf aufmerksam geworden, entdeckt man immer mehr Variationen in unserer Welt.

In meiner Malerei werden in die Struktur eingebundenen Farben zusätzlich zum Licht oder zur Temperatur. Sie betonen Teilbereiche oder setzen Grenzen . Es entsteht eine zusätzliche Möglichkeit der Wertung von einzelnen oder mehreren Strichen, bzw. Einheiten.

Die beruhigende fließende Struktur hat auch meditativen Charakter und erzeugt eine fast mentale Schwingung, die der Betrachter in sich aufnehmen kann. Ich hatte eine zeitlang die Möglichkeit einige der Bilder bei Psycho-Therapeuten zu präsentieren und es wurde oft von Patienten der angenehme beruhigende Einfluss geäußert.

Da ich immer versuche einen Schritt weiter zugehen und mir endloses kombinieren einer erfassten Sache nicht zusagt, begann ich auch Gegenständlichkeit in Form von Objekten, die ähnliche Formen aufwiesen mit einzuflechten. So entstanden Variationen aus Struktur und gefundenen Gegenständen so genannten "Objet Trouvè". Auch gibt es Experimente ( siehe Variationen- Auswahl 1 ) die diese Streifen anders oder gar auflösend formulierten.

Selbst in meiner geliebten Landschaftsmalerei tauchten diese auf. Hier wohl eher als Luft- oder Erdschicht.

So hat sich diese Form bis heute als eine Art Grundton durch viele Bilder gezogen.

Eine neue Idee sind die KLOM. Sie sind noch nicht zu überblicken und werden auf ihren Seiten getrennt behandelt.

FARBKOMPOSITIONEN UND STRUKTURBILDER
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