Urzeitlich erscheint die Pflanze mit ihren riesigen Blättern. Der mehrere Meter hohe Schaft trägt eine enorme Blüte. Nur einmal erblüht sie in ihrem Leben, dann muss sie sterben. Zwei Kolibris saugen Nektar mit langen Schnäbeln aus den Blüten. Ihr Gefieder glänzt metallisch und ihr blitzschneller Flügelschlag surrt in der kühlen Hochlandluft.
Ich saß unter einer Agave auf einem Acker von Chignahuapan und schaute den Kolibri zu. Da kam mir in den Sinn, daß unsere Menschenwelt auch so ähnlich funkioniert. Wir müssen uns bewegen wie Kolibris um den Honig zu erreichen. Wenn nicht, fallen wir in die Dornen.